Negative Glaubenssätze von Kindern und Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Auffälligkeiten

Ein systematisches Review

Autor/innen

  • Camilla Hoffmann

Schlagworte:

Negative Glaubenssätze, Kognitive Schemata, Emotionale und soziale Entwicklung, Systematisches Review, Sonderpädagogik

Abstract

Negative Glaubenssätze, verstanden als tief verankerte kognitive Grundüberzeugungen über das Selbst, die Umwelt und die Zukunft, gelten als zentrale Einflussgröße auf emotionales Erleben und Verhalten. Ihre Bedeutung für Kinder und Jugendliche mit emotionalen und sozialen Auffälligkeiten ist bislang kaum systematisch aufgearbeitet worden. Mittels eines systematischen Reviews (PRISMA) wurden neun empirische Studien analysiert, um die theoretische Konzeptualisierung, empirische Erfassung und den Zusammenhang negativer Glaubenssätze mit emotionalen und sozialen Entwicklungsmerkmalen zu untersuchen. Die Befunde zeigen, dass negative Glaubenssätze überwiegend den Modellen von Beck und Ellis zugeordnet werden und vorwiegend über standardisierte Selbstberichtsverfahren erfasst werden. Sie stehen konsistent in Zusammenhang mit internalisierenden Auffälligkeiten wie Depression und Angst sowie externalisierenden Verhaltensweisen wie Aggression und Bullying. Für die sonderpädagogische Praxis ergibt sich die Notwendigkeit, kognitiven Grundüberzeugungen in Diagnostik und Förderung stärker Rechnung zu tragen.

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Veröffentlicht

30.06.2026