Bd. 10 Nr. 1 (2026): Forschung mit Wirkung? Von Transdisziplinarität bis Citizen Science im gesellschaftlichen Kontext
Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, Digitalisierung und politische Polarisierung – in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche und globaler Herausforderungen wächst die Bedeutung einer Forschung, die nicht nur technologische, soziale und ökologische Probleme einer Gesellschaft bespricht, sondern diese Gesellschaft auch aktiv in einen Lösungs- und Forschungsprozess einbezieht (dazu beispielsweise Hochschulrektorenkonferenz 2018). So zielen Forschungskonzepte wie Reallabore, Science Diplomacy oder Citizen Science auf eine Integration außerwissenschaftlicher Akteur:innen, während „Lai:innen“ in beteiligenden Forschungsdesigns zu Ko-Forschenden werden (sollen). Derweil ergänzen deutsche Hochschulen seit den 2000er-Jahren ihre Aufgaben der Forschung und Lehre um eine dritte, eine Third Mission: den Transfer wissenschaftlichen Wissens zur und die Kommunikation mit der Gesellschaft, um besagte Herausforderungen anzugehen, Ressourcen zu bündeln und um – besonders im Fall ‚drittmittelrelevanter‘ Forschung – Finanzierungen zu sichern. Diese Ausgabe von diskurs versammelt Arbeiten zum Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft, Methoden und Standards der partizipativen Forschung und zur Politizität wissenschaftlicher Forschung.

