Unterdrückte Wissensarten miteinander sprechen lassen
Abstract
Hinter partizipativen, kollaborativen, community-basierten Ansätzen oder Konzepten der Ko-Produktion verbirgt sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Forschungspraxen und Selbstverständnisse. Ihr Potenzial zur gesellschaftlichen Veränderung lässt sich am besten in ihrem jeweiligen Entstehungskontext und anhand konkreter Projekte betrachten und beurteilen. In diesem Beitrag geht es nicht darum, diese Ansätze gegeneinanderzustellen oder ihre Wirkungsmacht anhand abstrakter Kriterien zu vergleichen. Meine Reflexionen setzen bei dem an, was all diese Herangehensweisen verbindet: ihrer erklärten Absicht, Forschungsprozesse zu demokratisieren und die Wissensproduktion zu diversifizieren.
In einem ersten Schritt weise ich auf die hierarchischen Kontexte hin, in denen sich diese Versuche abspielen, um einige strukturelle Widersprüche und Unmöglichkeiten aufzuzeigen. In einem zweiten Schritt untersuche ich die Perspektiven einer Sozialforschung, die die Binarität zwischen Forschenden und Beforschten bzw. zwischen Expertise und Erfahrung überwindet und einen Prozess kollektiver Wissensgenerierung fördert – einer Sozialforschung, die gesellschaftliche Transformation nicht als optionalen Zusatz versteht, sondern sie als integralen Bestandteil in sich selbst verankert.
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